Plasmaphysiker am ausgebauten Stellarator im norddeutschen Greifswald haben am Montag einen stabilen Plasmaeinschluss von 22 Minuten dokumentiert und damit frühere Versuchsreihen deutlich übertroffen.

Hochtemperatur-Supraleiter

Der Erfolg basiert auf dem Einsatz neuartiger REBCO-Magnetspulen, die bei höheren Betriebstemperaturen Magnetfelder von über 15 Tesla erzeugen und thermische Fluktuationen wirksam dämpfen.

Gekühlte Wolfram-Divertorplatten zeigten während des gesamten Zyklus keine Anzeichen unzulässiger Materialermüdung.

Tritium-Brutrate bestätigt

Erste Messungen an integrierten Lithium-Blei-Modulen bestätigten zudem die theoretisch berechneten Neutroneneinfangraten, die für eine künftige Selbstversorgung der Fusionskraftwerke mit Brennstoff erforderlich sind.